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Sich einfach treiben lassen: Museum Insel Hombroich – wo Kunst und Natur verschmelzen

Sich einfach treiben lassen: Museum Insel Hombroich – wo Kunst und Natur verschmelzen

So muss sich Eva im Garten Eden gefühlt haben – die Museumsinsel Hombroich lässt Alltag, Zeit und die “echte” Welt vergessen.

Schon lange hatte ich diesen Tipp. Aber ich konnte mir nichts darunter vorstellen. Eine Insel mit viel Grün, Architektur und Kunst. Was für Architektur? Was für Kunst? Und wieso im Grünen?

Völlig unvoreingenommen ging es dann zur Museumsinsel Hombroich. Ein ganz normaler Sonntagsausflug. Und schon bei der Ankunft konnten wir spüren, dass hier etwas “anders” ist. An der Kasse wurden wir mit den Worten “Lassen Sie sich einfach treiben” empfangen.

“Kunst parallel zur Natur” – das Motto von Paul Cézanne ist hier wunderbar realisiert worden: die Besucher spazieren durch das Paradies und erleben dabei Kunst. Hautnah.

1982 kaufte der Düsseldorfer Kunstsammler Karl-Heinrich Müller die Insel Hombroich an der Erft, und hat in Zusammenarbeit mit einigen Künstlern sein Konzept verwirklicht: seine Kunstsammlung (u. a. mit Werken von Hans Arp, Paul Cézanne, Lovis Corinth, Jean Fautrier, Gustav Klimt, Henri Matisse, oder Rembrandt van Rijn) Hand in Hand mit der Natur zu präsentieren. Der Düsseldorfer Bildhauer Erwin Heerich und der Düsseldorfer Architekt Hermann Müller haben dazu etliche “begehbare skulpturale Architekturen” geschaffen.

Da wir diesen Ausflug unvorbereitet und absolut unbelesen gestartet haben, konnten wir uns tatsächlich intuitiv treiben lassen. Fehlende Hinweisschilder auf der Insel ermöglichen es, ziellos hier und dort zu verweilen, die traumhafte Natur zu genießen und hin und wieder plötzlich vor einem wie aus dem Nichts auftauchenden Bau zu stehen.

Das Faszinierendste für mich war wohl der extreme Wechsel der Eindrücke. Beim Betreten des Labyrinths, des Turms, der Schnecke oder des Zwölf-Räume-Hauses scheint es, als änderten sich die Welten! Vom leeren Raum – durch große Fenster in die Landschaft integriert – durch das Paradies gelangt man immer wieder in verwinkelten Ausstellungsräume und kann sich dort ausschließlich auf die Kunst konzentrieren.

Aber die Kunst stand bei diesem Besuch für mich nur an zweiter Stelle. Lieber war ich “Eva im Garten Eden”. Nächstes Mal schaue ich mir die Skulpturen und die Bilder an. Vielleicht.

Weitere tolle Bilder von diesem Ausflug hat Marco Elfgen gemacht: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.684173941660335.1073741849.355212081223191&type=1